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Deutschland macht Plus


25.05.12   Der €uro im Keller.  Kein Durchbruch bei den UN-Verhandlungen mit Teheran.

Im Wochenverlauf stürzte die EU-Währung immer weiter ab. Mit 1,254 $ wurde nunmehr die tiefste Wechselkurs seit Juli 2010 notiert. Das wirkt verteuernd auf die EU-Ölkäufe und letztlich auch auf die Abgabepreise beim Mineralöl.
Die Rohölnotierungen zeigen sich nach gestriger schwächer Eröffnung aktuell etwas fester. So notiert die Leitsorte BRENT bei 106,3 $/b und die US-Sorte WTI auf 90,6 $/b.

Atom-Konflikt mit dem Iran: Bei den Verhandlungen in Teheran wurde kein Durchbruch erzielt. Eine neue Verhandlungsrunde soll Mitte Juni in Moskau stattfinden. Vereinbart wurde, dass die Nuklear-Inspekteure der IAEA Zugang zu den Uran-Anreichungsanlagen erhalten.
Durch das Ölembargo ist das iranische Ölgeschäft ist in hohem Maße blockiert. Die Sanktionen des Westens bleiben inkraft und werden weiter vorangetrieben, kommentierte Clinton.


Preissituation beim Heizöl

Am heutigen Freiteag meldete der Mineralölhandel eine Verteuerung der Heizölpreise von 0,3 bis 0,5 Ct pro Liter zu gestern. Hauptgrund ist der €uro-Kursverfall.

Daten vom US-Ölmarkt

Die wöchentlichen DOE-Zahlen von Mittwoch:
[Erhebung EIA/DoE; Stand 23.05.2012; in mio. Barrel]

Rohöl: 382,5 (+0,9) 3,1 % über Vorjahr
Heizöl+DK: 119,5 (-0,3) 15,3 % unter Vorjahr
Benzin: 201,0 (-3,3) 4,2 % unter Vorjahr

Auf dem US-Ölmarkt baut die Rohölseite weiter Bestand auf, während die Produkteseite Abbau erfährt. Dieser Trend hat bereits seit Jahresbeginn Oberhand. In dieser Woche war es hauptsächlich Benzin, das Bestandsrückgang verzeichnete. Dem gegenüber sind die Rohölbestände auf Rekordlevel seit 2004 angeschwollen.

OPEC-Basketpreis, Dollarkurs, Gasöl

. OPEC-Basketpreis:  103,5 Dollar/Barrel  (-0,7 $/b)
. Kurs US-Dollar: 1,255 $/1€ ; 0,797 €/1$ Chart
. Gasöl (Vorprodukt):  899 €/t  (Vortag 898 €/t)

Weltwirtschaft, Finanzmärkte

In Griechenland werden Neuwahlen für den 17.Juni angesetzt. Bis dahin wird eine Interimsregierung die Staatsgeschäfte verwalten. Der IWF hat die Kontakte zu Athen bis nach den Neuwahlen auf Eis gelegt. Der Euro-Gipfel fordert von Athen Vertragstreue ein.

Bei den EU-Gesprächen in Brüssel war der beschlossene Fiskalpakt starkes Gesprächsthema. Er begrenzt künftig das strukturelle Defizit eines EU-Landes auf 0,5 % des BIP.

Positivere Arbeitsmarktzahlen aus den USA.
Etwas schlechtere Zahlen von Chinas Wirtschaftsentwicklung.

Quelle: http://www.tecson.de/pheizoel.html