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Auf Freitag Rohöl nochmals 1/2 $/b höher.  Heizöl 0,5 bis 1 Ct/l teurer.

Die Frostwelle in Europa hat die Ölpreise und insbesondere die Heizölpreise kräftigst nach oben getrieben. Die Rohöl-Leitsorten legten auf Freitag nochmals einen halben Dollar/Barrel zu. Die Notierungen von heute Morgen:  BRENT bei 118,0 $/b und WTI bei 99,6 $/b. Der €uro hat sich gut behauptet bei 1,325 $.
Mit scharfem Frost lässt der Winter in Ost- und Mitteleuropa seine Muskeln spielen. Stark erhöhter Heizölverbrauch. Die Frachtschifffahrt auf den Flüssen ist sehr stark eingeschränkt bis teils gesperrt, deshalb haben die Zwischenläger Nachschubprobleme.
Frostwelle jetzt auch in den Heizöl-Schlüsselregionen in den USA.

Russland hat den Erdgas-Pipelinedurchsatz nach Mitteleuropa verringert. Die anhaltenden Minustemperaturen führen im Süden Deutschlands zu einer Unterversorgung beim Erdgas. Sparappell an die Verbraucher.

IRAN: Der Atomkonflikt und das Öl-Embargo bleiben Risikothema für den Ölmarkt. Eine militärische Eskalation könnte die Ölweltmarktpreise 20 bis 30 Prozent hochtreiben.
SYRIEN: Die Gewalt des Assad-Regimes gegen die Bevölkerung geht unverändert weiter. Die UN ist durch Veto von Russland und China blockiert.

Aktueller Heizöl-Tipp

Heizöl ist diese Woche auf Rekordpreis seit dreieinhalb Jahren hochgeschnellt. Zum Glück dämpft der festere €uro den Preisanstieg. Der Bestellboom hat bereits zu Lieferzeiten von 2 bis 4 Wochen geführt, regional unterschiedlich. Viele Heizölverbraucher wurden regelrecht kalt erwischt.
Man muss in diesem ungünstigen Peak-Zeitpunkt nicht in Bestellpanik verfallen, wenn man noch gewissen Vorrat hat. Allerdings ist die Chance auf eine erhebliche Verbilligung am Heizölmarkt für die kommenden Wochen klein.
Wetterprognosen: Die bestehende Hochdruck-Kältebrücke über Europa wird Anfang nächste Woche abreißen. Es könnte dann milder und nass werden, so ein Szenario.

Daten vom US-Ölmarkt

Die DOE-Ölbestandszahlen von Mittwoch:
[Erhebung EIA/DoE; Stand 8.2.2012; in mio. Barrel]

Rohöl: 339,2 (+0,3) 1,7 % unter Vorjahr
Heizöl+DK: 146,6 (+1,2) 10,8 % unter Vorjahr
Benzin: 231,8 (+1,6) 3,8 % unter Vorjahr

In Summe 3,1 mio. Barrel an Lagerzuwachs in den USA. Bärischer Geschmack.

OPEC, Basketpreis und Dollarkurs

. OPEC-Basketpreis:  116,3 Dollar/Barrel
. Kurs des US-Dollar: 0,755 €/1$ ;  1,325 $/1€
. Dollar-Chart

Weltwirtschaft, Finanzmärkte

Athen hat ein heftigst verschärfendes Sparpaket in Milliardenhöhe geschnürt. Dies ist von der Troika gefordert, um neue Milliardenkredite zur Abwendung der Staatspleite freizugeben. Die Parteien in Athen einigen sich auf ein neues Sparprogramm mit weiteren drastischen Belastungen für die Bevölkerung. In nächsten Verhandlungen gilt es den Schuldenschnitt für Hellas unter Dach und Fach zu bringen.

Die Aktienmärkte bewegen sich auf höchstem Kursniveau seit sechs Monaten.
Dollar gewollt schwächer. Deutlicher Rückgang der Arbeitslosen-Erstanträge in den USA.
Robustere Konjunkturdaten aus China.

Quelle: http://www.tecson.de/pheizoel.html